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News: : 04.05 | Mehr oder weniger Akademiker durch Tests?
(Kategorie: Misc)
Eintrag von gerald
04.05.2010

Seit letzter Woche gibt es grünes Licht für Aufnahmetests an der Publizistik in Wien, Salzburg und Klagenfurt. Während die AK einen weiteren Rückgang der Akademiker befürchtet, erwartet die Wissenschaftsministerin mehr Absolventen.

"Zugangsbeschränkungen sind der falsche Weg. Österreich braucht mehr, nicht weniger Akademiker", sagt Melitta Aschauer, Bereichsleiterin Bildung in der Arbeiterkammer. Die AK erteilt all jenen, die sich für die flächendeckende Einführung von Zugangsbeschränkungen einsetzen, eine Absage und weist auf den akuten Mangel an Hochschulabsolventen hin. In Österreich liegt die Akademikerquote mit nur 18 Prozent weit unter dem OECD-Schnitt von 28 Prozent. "Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten wie jetzt wird Bildung und Ausbildung noch wichtiger. Es muss daher jeder die Möglichkeit haben zu studieren, denn Bildung steht allen zu", betont Aschauer, "gerade jetzt dürfen wichtige Zukunftsbereiche wie Bildung, Forschung und Wissenschaft nicht aus den Augen verloren werden und ausreichend finanziert werden. Nur so kann die Krise überwunden werden."

Ohne Zweifel steht der Hochschulsektor gegenwärtig vor massiven Organisations- und Finanzierungsproblemen. Die Arbeiterkammer spricht sich daher für eine ausreichende Finanzierung der Hochschulen, verstärkte Studienwahlberatung schon in den Schulen und echte Studieneingangsphasen aus, die nicht dem Rausprüfen, sondern einer tatsächlichen Studienorientierung dienen. Ergänzend sollen über einen Masterplan Pädagogische Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten besser aufeinander abgestimmt und die Übergänge erleichtert werden.

Karl sieht keinen Zusammenhang

Die Wissenschaftsministerin Beatrix Karl sieht hingegen keinen Zusammenhang zwischen den Aufnahmetest und einem Rückgang der Akademiker. „Weniger Studenten bedeutet auch bessere Studienbedingungen und somit mehr Studenten, die ihre Lehre auch abschließen“, so Karl im Gespräch mit UniHELP. (Red., AK, BM)


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